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Ratgeber Brustkrebs

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Brustkrebs
Was ist Brustkrebs?

Brustkrebs ist heute in vielen Familien und Freundeskreisen ein gegenwärtiges Thema und weitaus präsenter als in der Generation der Großeltern. Diese Präsenz liegt wohl zum einen daran, dass die Früherkennung von Brustkrebs heutzutage bereits bei jungen Frauen vom behandelnden Gynäkologen vorsorglich besprochen wird. Zum anderen gehört das Mammakarzinom laut Angaben des Statistischen Bundesamts zur häufigsten Krebserkrankung der Frau in den westlichen Ländern.

Brustkrebs ist wie jede andere Krebsart eine Krankheit der Gene. Durch eine Veränderung in der Erbsubstanz entstehen modifizierte Zellen, die sich zu Tumoren und Metastasen ausbilden können. Bei Brustkrebs findet diese Veränderung meist in den Brustdrüsen oder den Milchgängen statt.

Von Wiederaufbau wird viel geschrieben. Doch für die meisten Frauen bieten moderne Silikonprothesen die beste Alternative - ohne zusätzliche Operation.

Die Entstehung von Brustkrebs erfolgt meist über einen längeren Zeitraum und wird häufig bemerkt, wenn sich bereits ertastbare Knoten gebildet haben oder sich das Erscheinungsbild der Brust verändert hat. Eine alleinige greifbare Ursache für die Entstehung von Brustkrebs gibt es nicht.

Mediziner kennen heute über dreißig Formen von Brustkrebs. Man geht davon aus, dass der Entstehung von Brustkrebs ein mehrstufiger Prozess vorausgeht, bei dem sich die Zellstruktur und das Erbgut in den Zellen der Brust sukzessive und über einen längeren, individuell verschiedenen Zeitraum verändern, sog. multistep Karzinogenese.

Diagnose Brustkrebs

Die Diagnose von Brustkrebs kann nur durch einen Facharzt erfolgen. Neben der Tastuntersuchung stehen dem Gynäkologen verschiedene bildgebende Verfahren zur Verfügung, anhand derer eine sichere Diagnose von Brustkrebs gestellt werden kann.

Weil eine Diagnose von Brustkrebs in einem frühen Stadium häufig sehr gute Heilungschancen verspricht, ist die Früherkennung von Brustkrebs in der Leitlinie „Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Mammakarzinoms“ verankert. Diese S3-Leitlinie dient als Grundlage für ärztliche Entscheidungsprozesse und gibt Aufschluss über Diagnose- und Therapieverfahren bei Brustkrebs.

Was ist Brustkrebs?

Brustkrebs, medizinisch als Mammakarzinom bezeichnet, ist die häufigste Krebserkrankung von Frauen in den westlichen Kulturkreisen. Während das Statistische Bundesamt im Jahr 2010 60.000 Neuerkrankungen in Deutschland jährlich nennt, geht das Robert Koch-Institut von ca. 72.200 neuen Fällen für das Jahr 2014 aus. Die S3-Leitlinie „Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Mammakarzinoms“ geht davon aus, dass das Risiko einer Frau, im Laufe ihres Lebens an Brustkrebs zu erkranken, bei 12 % liegt.

Zur Früherkennung weisen Gynäkologen bereits junge Frauen auf die Selbstuntersuchung der Brust hin. Außerdem wurde im Jahr 2005 das bundesweite Mammografie-Screening für Frauen ab dem 50sten Lebensjahr eingeführt. Denn wie bei anderen Krebsarten gilt auch bei Brustkrebs: Je früher der Krebs erkannt wird, desto höher sind die Heilungschancen.

Risikofaktoren und Ursachen von Brustkrebs

Die Ursachen und auslösenden Faktoren für die Entstehung von Brustkrebs sind bis heute nicht erschöpfend geklärt.

Krebs kann generell in allen Organen und Bereichen des menschlichen Körpers entstehen. Es handelt sich bei Krebs um eine Anormalität der Zellteilung, bei der sich mutierte Zellen ungehindert ausweiten und Tumoren ausbilden. Bei einem gesunden Menschen versucht das Immunsystem, diese unkontrollierte Zellteilung einzudämmen und zu bekämpfen. Als Präventivmaßnahme von Brustkrebs raten Experten deshalb stets zu einem gesunden Lebensstil mit dem Verzicht auf Tabakwaren und Alkohol. Denn je mehr sich das Immunsystem mit anderen „Störfaktoren“ im menschlichen Organismus befassen muss, desto eher bleibt eine Mutation des Zellwachstums unbemerkt. Ein ungesunder Lebensstil, wozu auch Übergewicht zählt, kann demnach die Entstehung von Brustkrebs begünstigen. Auch hormonelle Faktoren wie z. B. ein frühes Einsetzen der ersten Regelblutung sowie eine späte Menopause oder die langfristige Einnahme von Hormonen (Antibabypille) können die Entstehung von Brustkrebs beeinflussen.

Weiterhin spielen auch genetische Faktoren bei der Entstehung von Brustkrebs ein Rolle. So tritt Brustkrebs in einigen Familien gehäuft auf, in anderen nur sehr selten. Als Ursache sind Veränderungen der beiden Gene BRCA 1 und BRCA 2 (abgeleitet aus dem Englischen Breast Cancer für Brustkrebs) verantwortlich. Forschungen haben inzwischen belegt, dass fünf bis zehn Prozent aller Krebspatientinnen eines dieser Brustkrebsgene aufweisen. Das Deutsche Krebsforschungszentrum verweist auf neuste Untersuchungen, die die Kombination von anderen Genen als Ursache für den Brustkrebs als weitaus höher einstufen. Allerdings stehen diese Forschungen noch am Anfang, sodass der tatsächliche Einfluss von genetischen Faktoren noch unklar ist.

Sabrina Mandel

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